Nadelbrief 2/3

19. November 2015

Berlin, please

19. November 2015

Nadelbrief 3/3 oder: Aller guten Dinge…

19. November 2015

2015-11-11 11.36.37_kleinDer Nadelkissentausch ist zu Ende. Mila hat uns alle mit ihrer Idee und der Organisation begeistert, ich durfte von Carmen einen perfekten Nadelbrief in Empfang nehmen und habe Milena mit einem Vintage-Nadelbrief erfreuen können! Mehr braucht es eigentlich nicht…

…wenn da nicht ein Buchkauf dazwischengekommen wäre. Wie ihr vielleicht wisst, finde ich Stickerei (in Maßen) wunderbar – am liebsten eigentlich nicht auf Stoff, sondern auf Papier oder ähnlichem, aber auch auf Stoff kann Stickerei in meinen Augen sehr gut aussehen – sofern die Motive nicht zu tüddelig sind. Ganz und gar bezaubernde Vorlagen liefert Kelly Fletcher. Sie bietet mir ihren Entwürfen eine gute Mischung aus Klarheit, Moderne und Charme. Als sie ihr Buch jüngst veröffentlicht hat, war klar: Das muss ich haben, um endlich mehr als nur Kreuzstich sowie „Vor-und-Zurück“ zu können.

2015-11-13 07.41.28_kleinIn diesem Buch wurde ein Nadelbrief vorgestellt, und nachdem ich nun gerade auf einem „Nadelbrieftrip“ war, habe ich mir selbst auch einen erstichelt und genäht. Dieser kommt in meine Häkeltasche und wird hauptsächlich große Wollnadeln beherbergen. Mein anderer neuer Nadelbrief ist für meine Stickutensilientasche reserviert.

2015-11-13 07.41.57_kleinMeine Lernmomente
Am schwierigsten fand ich das Übertragen der Vorlage auf den Außenstoff. Das hat nur mäßig funktioniert, was man den Motiven leider ansieht. Da muss ich definitiv besser werden und weiter experimentieren. Dann sind die Stiche bei weitem nicht so klar und sauber geworden wie in der Vorlage (anders gesagt: Ich bin Meilen davon entfernt). Bei mir ist sehr viel freestyle dabei, was an sich nicht schlecht sein mag, aber dennoch sollte ich beides können: das genaue, akkurate und das freie. Finde ich zumindest. Der Anfang ist aber gemacht, und das war gut. Und schließlich habe ich hierbei festgestellt, dass mich Sticken tatsächlich entspannt. Beim Papier sind es ja mehr die Akzente, die ich bislang gesetzt habe wie etwa bei meinen Fantasia-Vögeln kürzlich. Aber auf Stoff bedeutet 2015-11-13 07.42.35_kleinSticken für mich eine wohltuende Langsamkeit. Hach.

Verlinkung: rums Rebeccas Jahresprojekt im November

 

12 comments

  1. OOoohh.. ich liebe es! Kräftig rot mit blauen (oder gar petrol farbenen) Stickereien. So schön! Das Innenfutter kommt mir schwer bekannt vor ;)) Ich habe mir mal einen Kittel aus diesem Stoff genäht – ein weiterer Versuch mich im Nähen zu versuchen ;( Ganz herzliche Grüße, Nicole (die gerade schwer neidisch ist ;))

  2. jaa, sticken entspannt! es gibt eine wasserlösliche durchsichtige folie auf die man abzeichnet und stickt. ich habe damit in der vergangenheit gute aber auch schlechte erfahrungen gemacht. obwohl ich stets das gleiche stickgarn verwende, hat gelb z.b. auf den stoff abgefärbt, was ärgerlich war. bei anderen farben gab’s jedoch keine probleme und das übertragen ist wirklich 1:1 😉
    lg anja

  3. Ach, das ist auch so zauberhaft. Da überraschen mich heute vor allem die Farben. Ungewöhnlich für dich , aber klar, dass es mir gleich super gefällt .
    Wohltuende Langsamkeit …. dieses FremdWort werde ich noch ein bisschen in mir bewegen. Wer weiß, vielleicht kann auch ich mir das aneignen? ?? Lg maika

  4. Perfekt ist der von mir genähte Nadelbrief ja nun leider nicht, deine Stickerei gefällt mir da viel besser. Auch die Farbwahl und die Kombination von eher grobem Außenstoff und zarter Stickerei finde ich gelungen. In Princeton habe ich mir in der Bibliothek häufig Handarbeitsbücher ausgeliehen, eines davon hieß “Bags in bloom” von Susan Cariello. Sie zeigt darin 20 wunderschön bestickte Taschen. Das würde dir sicher auch gefallen.
    Liebe Grüße
    Carmen

  5. Sehr schön ist der Nadelbrief. Von wegen nicht so toll gestickt. Genau so muss das sein. Perfekt ist doch langweilig. Das hier ist ganz besonders… LG mila (das Buch klingt toll)

  6. Kreuzstich habe ich in der Grundschule von meiner Mama gelernt, aber danach hört es bei mir auf. Meine Oma ist leider nicht mehr dazu gekommen mir ihr Wissen weiter zu geben. Da ist es umso schöner, dass es so tolle Bücher gibt. Wenn ich etwas übertrage – auch auf Stoff – dann habe ich schon ein paar mal mit Durchschreibpapier experimentiert. Leider ist es inzwischen irgendwie verschollen. Die Linien fallen unter dem Garn gar nicht mehr auf 🙂

    Liebe Grüße
    Rebecca

Leave a comment