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40/17 – Puppenstube

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Eine ganze Puppenstube in eine Streichholzschachtel zu packen, wäre gewiss mit Liebe zur Detailarbeit und dem Vorhandensein von viel Geduld möglich, war mir jedoch für mein Jahresprojekt a-Streichholzschachtel-a-Week zu herausfordernd (anders gesagt: no way!). Also durfte ein Bild mit Text aus einem alten Kinderliederbuch darin Platz finden und die ganze Welt der schönen Puppenstuberei vertreten.

Zugleich bitte ich um Entschuldigung für diesen politisch völlig inkorrekten Text, den ich mit in die Schachtel geklebt habe. Ich weiß um die Sensibilität von Wörtern und Sprache und möchte definitiv niemanden damit verletzen. Dennoch habe ich mich entschieden, ihn einzukleben und damit die Zeit mit abzubilden, in der dieser Text entstanden ist. Letztlich könnte man zum Thema Puppenstube einen eigenen politisierenden Blogpost schreiben und dabei über vermeintlich heile Welten, Abgrenzung von Schwarz und Weiß, Spalt zwischen Einkommensklassen und Gesellschaftsschichten und ich weiß nicht was alles berichten.

Ich belasse es jedoch beim Zeigen einer einfach erwerkelten Schachtel.

Verlinkung: a-Streichholzschachtel-a-Week Freutag

 

9 comments

  1. Hallo Guten Morgen:)
    Mir war es auch zu aufwendig eine Puppenstube in einer Streichholzschachtel zu integrieren. Deshalb war ich sehr
    gespannt, wie du diese Sache bewältigst;0) Und ich muss sagen….. auch wieder toll gelöst<3 Herzlichst Kirsten

  2. Wirklich toll gelöst-diese Herausforderung. Sehr spannend, wie sich auch Kinderliteratur im Spiegel der Zeit ändert, oder!? Ich finde das völlig i.O., solange man entsprechend einordnet mit den Kindern. Darum sollten für mich auch keine Änderungen in alten Büchern vorgenommen wetden-weder bei Pippi Langstrumpf, novj beim Struwelpeter… Viele liebe Grüße maika

  3. Sehr schön! Puppenstube wäre ja eigentlich genau mein Thema. Aber ich bin schon wieder ganz von den Schachteln angekommen.
    Deine Schachtel finde ich sehr schön umgesetzt auch mit dem Text. Das das Weltbild dieser Zeit war halt so. Es schadet gar nichts sich das immer mal wieder ins Gedächtnis zu rufen.
    Liebe Grüße und schönes Wochenende
    Jennifer

  4. Also bei mir triffst Du da keinen Nerv, (mit dem Neger). Statt dessen finde ich die Puppenschachtel ganz entzückend. Übrigens sieht das äußere der Schachtel für mich so aus, als wenn lauter kleine Lichtpuntke drum herum sind, durch das Papier, dass Du verwendet hast.

    LG Mareike

  5. Oh wie zauberhaft deine Puppenstube geworden ist. Der Text passt zu der Zeit vom Bild. Politisch unkorrekt ist er mit der Wertung von heute, damals hat sich niemand etwas dabei gedacht. Das hieß eben so. Dein Text kann doch heute, wo Nationalisten Ängste und Abgrenzung schüren, daran erinnern, dass wir das alles schon mal hatten und es über alle nur Leid gebracht hat.

    Liebe grüße
    Andrea

  6. Also eine Streichholzschachtel ist wohl wirklich etwas klein für eine ganze Puppenstube, Susanne. Aber ich habe mal mit meiner Oma eine Puppenstube in einer alten Zigarrenkiste meines Opas gebastelt. Dafür haben wir ein ganzes Wochenende gebraucht. Und ich muss sagen, sie war schöner als alle Puppenhäuser dieser Welt ;)) Deine Schachtel ist zauberhaft. Und weißt Du welches Lied aus Kindertagen mir gerade völligst unpolitisch über die Lippen kommt? „Wer kommt denn da, wer kommt denn da? Ein Negerkönig aus Afrika und hinterdrein und hinterdrein da kommen viele kleine Negerlein..“. Liebste Grüße und ein feines Wochenende, Nicole

  7. Die Streichholz-Puppenstube ist wirklich fein und ein guter Denkanstoß. Klar, die Wortwahl ist heute politisch nicht korrekt, aber zu dem Bild im zeitlichen Kontext passt sie.
    Mein Bilderbuch in der Kindheit hieß auch noch „zehn kleine Negerlein“ und hat aus mir keinen Rassisten gemacht. (Trotzdem würde ich den Begriff heute nicht mehr verwenden,,,.) .
    Liebe Grüße
    Andrea

  8. da hast du wohl recht, dass man allein an puppenstuben schon den gesellschaftlichen kontext erkennen kann. ich war mal in einem puppenstubenmuseum (wo war das nur??) und da gab es wirklich alles! von feinsten möbeln bis hin zu selbstgebauten schränkchen und selbts gemalten tapeten.
    insofern zeigt deine niedliche puppenstubenschachtel einen teil der früheren realität.
    liebe grüße
    mano

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