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Papierliebe am Montag: Reinen Tisch machen

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Zunächst möchte ich mich für all eure lieben Worte und unterstützende Kommentare zu meinem Auszeitjahr bedanken. Das waren so tolle Wort- und Gedankengeschenke von euch, und eure Wünsche werden mich gut und gestützt durch dieses Jahr tragen. Habt vielen lieben Dank! Ich freue mich nun sehr darauf – noch mehr als vorher – und bin ganz begierig, „anzufangen“.

Natürlich bin ich längst in diesem neuen Jahr angekommen, und doch waren die vergangenen zwei Wochen mit Ferien, Feiertagen und ungewöhnlicheren Tagesabläufen nochmal was eigenes und anderes. Mit dieser Woche kehren jedoch Familienalltag und gewohnte Abläufe wieder ein, und ich werde mich nach und nach in meine ganz eigenen Abläufe einfinden.

Dafür mache ich reinen Tisch – zumindest schaffe ich mir mit der heutigen Papierliebe-Werkelei dazu die Möglichkeit, denn ich habe für meinen Arbeitsplatz ganz profan neue Tischabfallbehältnisse erwerkelt, natürlich passend zum Papierliebe-Thema aus alten und neuen Papieren.

Wie man beim kreativen Werkeln ohne kleinere und größere Abfallbehältnisse auskommen kann, ist mir ein Rätsel. Ich brauche ständig ein Behältnis, um Fäden, farbverspritzte Küchenrollenpapiere oder sonstige Reste schnell von meinem Platz wegzuhaben, denn ich mag es gerne ordentlich und übersichtlich. Und da mein Werkeltisch nicht riesig ist, muss alles schnell weg, was ich nicht unmittelbar benötige. Abfälle gehören definitiv dazu.

Und so habe ich mir aus alten Saft- und Wasserkartons sowie aus einer Müslirolle neue Tischabfälle erwerkelt. Dieses Projekt läuft unter den Mottos: Wenn schon Tischabfall, dann wenigstens in Hübsch, Witzig oder Beidem. Und: Dies mag kein kreativer Meisterwurf sein, bringt aber Freude.

Das Gute an den Behältern ist, dass sie durch die Beschichtung innen auch mal feucht ausgewischt werden können. Der eine neue quadratische Tischabfall ist bestempelt und bestickt (siehe oben), der andere bestempelt und beklebt (unten). Ich habe für den bestickten einen normalen Saftkarton genutzt und die oberste Schicht abgezogen. Das geht ganz gut, wenn man den Karton in Warmwasser legt.

Der beklebte Karton war ein 2 Liter-Wasserkarton, der es aus einem der letzten Hollandurlaube zurück geschafft hat (ja, ich kann auch schon mal aus dem Urlaub leere Kartons im Auto mit nach Hause schleppen….). Dieser Karton war schön groß und brachte nach dem Abziehen der obersten bedruckten Schicht einen fast schneeweißen Karton zum Vorschein.

Die runden Behälter sind aus einer Müslirolle gefertigt. Dazu habe ich auch die äußerste Schicht so gut es geht abgezogen. Da hier der Karton allerdings anders beschaffen ist als bei den „Flüssig“-Kartons und eher an eine festere Küchenrolle erinnert, habe ich diesen Karton nicht zu lange im Wasser eingeweicht. In der Mitte geteilt habe ich dank Boden und Deckel zwei kleinere Behältnisse, die ich mit alten Buchseiten und neuen Wertmarken sowie mit eigenen Papieren bekleben und bedrucken konnte.

Und wenn ihr euch jetzt wundert: Nein, ich brauche nicht wirklich vier Tischabfallbehälter auf meinem Werkeltisch. Der große quadratische Tischabfall steht nun mit „festem“ Platz auf dem Werkeltisch, und ein runder ist mein „mobiler“ Tischabfall und folgt der Nähmaschine von Werkel- zu Schreibtisch. Die anderen sind im Flow der Papierliebe mit entstanden und werden spätestens im Sommer beim Nähwochenende mit Martina zum Einsatz kommen. Bislang habe ich nämlich meist die Tischabfälle für den Kurs vergessen, so dass wir bereits mit allem möglichen improvisiert haben. Dieses Jahr kann mir das nicht passieren (lach). Ich bin dann mal vorbereitet….

Verlinkung: Papierliebe am Montag im Januar

13 comments

  1. Das ist eine gute Idee und hübsch sind sie auch noch. Für Fädchen habe ich eine kleine Holzschale an der Maschine stehen, aber für Papierschnipsel habe ich noch nichts. Darüber sollte ich mal nachdenken.
    Der Bestickte gefällt mir besonders und ich finde es lustig, dass du den Karton aus dem Urlaub heim geschleppt hast. Ich mache so Was ja auch und Herr Z. rollt mit den Augen. 😉
    LG Jennifer

  2. Coole Idee! Ich mag es ja sehr, wenn aus „Abfall“ Neues entsteht… noch dazu so schön anzusehen! Ich finde alle drei Varianten toll! (Leider gehöre ich eher zur Chaostruppe; entsprechend sieht mein Werkeltisch aus!)
    Aber ich könnte mir aus den Tüten ja Vasen machen!!!
    Liebe Grüße Andrea

  3. Ich brauche auch immer ein Behältnis für Alles, was über ist . Meist ist das eine Papiertüte -längst bicht so schön wie deine Werke. Und wow! Am 8. Januar beginnt bereits das Packen für den Sommer. Großartig. Für mich idt eh langsam genug Winter…. Viele liebe Grüße maika

  4. das ist ja mal wieder eine klasse idee – und so toll ausgeführt. besonders die runde dose hat es mir angetan! ich hab allerdings unter meinem arbeitstisch den großen mülleimer stehen… gebrauchswürdige schnipsel sortier ich vorher aus. ansonsten ist mein arbeitstisch beim werkeln immer chaos pur!
    doch die behältnisse sind ja auch prima für größere pinsel u.a. gut geeignet, wenn man unten einen stein zum beschweren reinlegt.
    ich hab dir heute wieder „fertige“ bücher aus alten und neuen materialien mitgebracht.
    liebe grüße
    mano

  5. Na, da fühlt sich ja sogar der Abfall wohl :)). Einfach nur schön!! Einen Saftkarton in Wasser legen um das Papier abzumachen – ich wäre niemals auf so eine Idee gekommen. Aber ich werde es bestimmt nachmachen! Für die Schalen der Nüsse und sonstiges am Wohnzimmertisch, …
    Liebe Grüße
    Ingrid

  6. Natürlich muss ich jetzt lachen, wenn ich hier den Einsatz deiner Alphabete sehe… du liebst sie genau so wie ich und zeigst, wie nützlich sie bei der Werkelarbeit sind! Bei mir gibt es heute nur die Vorstufe dazu.
    Genau, beim Werkeln ist es auf dem Schreibtisch schon immer chaotisch genug, da muss das nicht Gebrauchte schnell verschwinden und du hattest wieder einmal eine grandiose Idee mit deinen recycelten Abfallbehältern. Super! Der schwarz-weiße mit der roten Schrift gefällt mir am besten.! Ob ich meinen giftgrünen Plastik-Minieimer wohl bald verbanne…
    Zu deinem Auszeitjahr hab ich mich auch noch gar nicht geäußert… nur soviel, ich find’s richtig gut! Wenn du finanziell abgesichert bist, ist dies das beste, was du dir gönnen kannst, denn ich kann mir gut vorstellen, dass die letzten Monate in Arbeit unter diesen Bedingungen nicht immer leicht war. Alles Gute!#
    Liebe Grüße Ulrike

  7. Das ist ja mal eine geniale Idee, Susanne. Vielen Dank für den kreativen Anreiz. Gerade habe ich mich so sehr über den Braunkohleabbau aufgeregt, da mildern mir Deine recycelten Abfallbehälter jetzt das Gemüt. Hab‘ einen schönen Abend. Herzlichst, Nicole

  8. Hi. Superschön gemacht. Hab da gleich so eine Idee mit *Suppendosen*. (Nur das ich so selten die grossen Dosen verwende…) Früher gab es ja oft diese runden Kartons für Waschmittel und eine Grosstante hat diese immer mit Stoff oder selbstklebendem Schrankpapier bezogen, wenn es einen Deckel gab, dann wurde eine grosse Perle eingeschraubt oder geklebt und fertig waren tolle Aufbewahrungsmittel – angefangen von Schmutzwäsche über Bastelkram zu Spielsachen. Aber die waren alle nicht so schön wie Deine!
    Bin auch schon am umdenken, was ich bei Dir gerne zeigen möchte….
    ganz liebe Grüsse und viele tolle Ideen noch
    Nina

  9. Was ne Idee! Ich geh dann mal meinen gelben Sack umkrempeln, lach. Bisher murkel ich mit leeren Erdnussdosen rum und schmeisse größeres in einem großen Korb, aber Stempelgefuzzel krümelt unten raus und Küchenrolle klebt, ich muss grad so lachen, Du hast es oben so schön beschrieben. Ja wer werkelt wuzzelt. Super Anregung und total schöne Gefäße! Ei dann auf zum Werkelwuzzen. Liebgruß, Eva

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