Neulich bin ich über das schöne Wort “mürbe” gestoßen bei einem Check-out aus einem Workshop, und ich fand das zugleich treffend und wunderschön. Nicht so sehr im Kontext “ich bin mürbe geworden”, sondern “ich fühle mich mürbe” und damit krümelig, bröselig. Ich habe es als durchaus positiv bewertet, denn dieses mürbe lässt etwas aufbrechen, und Neues darf sich vorbereiten. Unser dieswöchiges Thema “Trockenzeit” kann ich ähnlich zweischneidig sehen, finde ich: Als das Negative, das ich zugegebenermaßen häufig damit assoziiere. Die Dürrezeit, kein Regen, Gefahr für Mensch & Tier und die Natur obendrein. Und zugleich kann ich mir überlegen, was noch ruht und sich auf die Zeit des Erwachens und Erwachsens vorbereitet. Hach, so viele Sichtweisen! Ich freue mich auf eure Umsetzungen!
Wie immer zunächst das Wichtigste vorab:
Alle Infos zum Jahr der Landschaften.
Link zum Padlet als Dokumentation unserer kreativen Ergebnisse und als gegenseitige Inspiration.
Das PDF zum Thema Trockenzeit findet ihr hier mit folgenden Reflexionsfragen:
Reflexionsfragen:
Wann fühlt sich dein Leben oder Schaffen leer an, und was passiert dann?
Wie kannst du Durststrecken als notwendige Pausen verstehen?
Was nährt dich, wenn äußere Quellen versiegen?
Kreative Fragen:
Wie kannst du Leere oder Dürre zeigen, ohne sie negativ zu werten?
Welche Farben, Strukturen oder Materialien drücken Trockenheit aus?
Wie ließe sich der Moment darstellen, bevor etwas wieder zu wachsen
beginnt?
Meine Trockenzeit habe ich mit diversen bestehenden Stoffstückchen als Collage gestaltet. Sie alle stehen für mich für dieses brüchige, für das mürbe der Zeit. Und darauf dürfen sich dann einzelne Sticheleien niederlassen.
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Auch das #poetryreduced versucht, nach Nebel das Kühle und Fahle und Trockene des Winters festzuhalten.
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Euch allen eine gute Woche. Übrigens ist das Thema wieder passend und ganz und gar zufällig für diese Woche gewählt, denn nach den närrischen Tagen beginnt für viele mit dem Aschermittwoch die Trockenzeit, also Fastenzeit…..

So schön, deine Ansätze zur Trockenzeit. Ich dachte, es passt so gar nicht die Jahreszeit, wo es draußen matschig und nass ist, aber du bringst es auf den Punkt!
Liebe Grüße
Michaela