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Stoffspielerei: Falten

25. März 2018

Die Stoffspielerei, die Christiane im März zum Thema „Falten“ ausgerufen hatte, hat mich richtig gepackt: Was für ein schönes Thema, und so herrlich variabel die Möglichkeiten! Mein Beitrag ist für mich ein großer Schritt Richtung Textile Art, ein guter Lernerfolg und der Beweis, dass ich noch lange nicht dort angekommen bin, wo ich hin möchte…aber ich bin auf dem Weg.

Angefangen hat es damit, dass ich Filzstücke mit 10 x 10 cm und 5 x 5 cm gefaltet und in der Mitte mit einem Kreuz zusammengestickt habe. Die gefielen mir allein schon sehr gut (siehe Titelfoto), und ich stellte mir sofort ein Kissen damit vor oder eine Taschenvorderseite. Doch dann liefen die Gedanken los, und das eine ergab das andere. Ich war in den vergangenen paar Tagen in einem richtigen und ganz und gar herrlichen Schaffensflow!

So wusste ich nach den ersten Gedanken an Kissen und Taschen, dass ich die eingefalteten Quadrate auf einer langen Stoffbahn anbringen wollte. Der Stofffundus gab auch einen recht groben Baumwollstoff preis, doch auf seinem bräunlichen Naturton gefielen mir die „Fleckerln“ nicht. Also habe ich den Baumwollstoff mit Acryl angemalt. Besser.

Im Anschluss daran durfte das Papier aufgenäht und geweißelt werden. Es sollte sich gut in den Hintergrund einbetten, aber doch herausstechen, ein eigenes Element sein und als solches wirken. Noch besser.

Nach diesen Schritten habe ich die Quadrate auf dem Untergrund mehrmals arrangiert, bis es mir gefallen hat und anschließend mit einem zweiten Garnkreuz aufgestickt. Viel, viel besser.

Zum Schluss kamen weitere Elemente wie aufgestempelte Buchstaben und Zeichen sowie aufgestickte Kreuze und Striche hinzu.

Ob es jetzt als Werk so für mich abgeschlossen ist, weiß ich noch nicht. Ich könnte mir gut weitere Kleinigkeiten und Details vorstellen, doch das muss sich jetzt setzen und auf mich wirken dürfen. Vielleicht kommt dann hier und dort was dazu.

Damit ihr euch vorstellen könnt, wie groß das gesamte Stück ist: Es misst 30 x 97 cm, und ich habe 9 große und 18 kleine Quadrate aufgestickt. Derzeit habe ich es auf ein gleichgroßes Stück HDF-Platte geklammert, um es über die nächste Zeit besser begutachten zu können.

Einen Titel habe ich noch nicht, wer mir also Vorschläge machen mag: gerne. Und…was haltet ihr von diesem Stück? (Ganz profan könnte ich auch fragen: Ist das Kunst oder kann das weg?…)

Ich habe den Flow beim Schaffen sehr genossen und freue mich, bei Christiane alle anderen kreativen Flow-Ergebnisse zum Thema „Falten“ anzuschauen!

20 comments

  1. Liebe Susanne,
    Ich bin beeindruckt und sage aus vollem Herzen – Das ist Kunst – !!
    Es klingt aber auch nach einem schönen Abenteuer, einem experimentellen Ausflug ins ICH und die Möglichkeiten Stoff, Farbe und textiles Gestalten miteinander zu verbinden. Als ich begann den Post zu lesen, vermutete ich „Falten“ selbst zu finden, sprich gefaltete Flächen, die in Szene gesetzt wurden. Es war eine Überraschung für mich gefaltete Objekte vorzufinden. Toll gemacht . Deine Fotos sind super geworden! Respekt!!

    Einen schönen Sonntag für dich und viele liebe Grüße aus H-Heim,
    Annette

  2. Ich mag die Farb- und Bildersprache, die aus deinem Werk spricht. Der grobe Stoff, grau, braun, Textfetzen, römische Jahreszahlen – es könnte ein Erinnerungsbild werden, eher an entbehrungsreiche Zeiten als an die gute alte Zeit erinnernd… und die Täschchen bergen die Erinnerungen, manchmal halb offen, manche gut verschlossen. Es ist doch immer interessant, wohin einen das längere Betrachten so bringt – deine Assoziationen waren vermutlich ganz andere. Danke fürs Mitmachen! LG Christiane

  3. ob es kunst ist oder nicht, ist mir egal! ich finde du hast das ganz fantastisch gemacht und weg kann es auf gar keinen fall. ich mag besonders die filztäschchen und könnte mir auch gut ein quadratisches werk allein damit sehr gut vorstellen.
    liebe grüße
    mano

  4. Ganz toll, was da entstanden ist. Die Filquadrate haben es in sich. Ich habe sie auf Kissen verarbeitet, die ich zu Weihnachten verschenkt habe. Danach hatte ich noch mehrere Nachbestellungen. Aber deine Umsetzung in einem grösseren Teil gefällt mir noch viel besser. Liebe Grüße Ute

  5. Du hast die grafisch puren Kissen in einen malerischen Grund eingebunden und durch die Farbigkeit kommt das auch gut zusammen.
    Ich mag solche morbiden Sachen ja sehr gern, da ist es egal ob da irgendwer etwas anderes drin sieht als deine eigene Freude am Tun.
    Und die ist bei dem Teil ganz klar zu erkennen.
    Man merkt wie du die die letzten Wochen durch verschieden Techniken arbeitest, du hast das da harmonisch versammelt.
    Es illustriert ganz gut wo du gerade stehst- ein kreatives Tagebuch.
    Prima!

  6. nochmal spannend! Echt cool, was sich bei Dir tut.
    Ich finde es ja ungemein faszinierend, so Schicht für Schicht vorzugehen. Kann mir vorstellen, dass die letzte Schicht noch nicht aufgetragen wurde und bestimmt schlummert bei Dir auch schon eine Idee 😉 oder zwei…
    Und auf keinen Fall kann das weg, bloß nicht!
    LG und auf bald, Jule

  7. Das ist jetzt eine echte „Susanne“ – da steckst Du drin mit allen Deinen Möglichkeiten und künstlerischem Ausdruck. So viel authentischer als Dein erster Versuch – das darf auf keinen Fall weg!
    Die kleinen schlichten Filzfaltungen wirken im Gesamtbild so ganz anders als solo – hach.
    Liebe Grüße
    Ines

  8. Liebe Susanne,
    die Lust am Schaffen und Entdecken wird mit jedem Foto deutlicher, das Ergebnis kann sich sehen lassen,. Und ich glaube, du wirst weiter daran arbeiten – und immer besser werden. Ich reihe deine Arbeit unter „Kunst“ ein – weiter anschauen, dranbleiben und daran arbeiten. Das „kann nicht weg “
    findet
    Tyche

  9. Ich schließe mich Tyche an. Die Lust am Ausprobieren, am Dinge / Ideen zu einem Ganzen fügen, am Assoziationen von der Leine lassen, wird immer augenfälliger. Ja das ist Kunst. Ich seh schon ein kleine feine Ausstellung wachsen…. Oh mach weiter, ich bin jedes Mal von neuem gespannt, was Du machst. Viele Grüße mit groooßen Augen, Eva

  10. Es ist Kunst, auf jeden Fall, es hat ein wenig was von Beuys, liegt wohl am grauen Filz. Ich mag die Strukturen und Kombinationen.. du weißt schon.
    Und schön, dass es so spielerisch ist und erstmal zweckfrei entstanden. Mag ich sehr.
    Liebe Grüße
    Michaela

  11. Ich habe sofort an Teigtaschen gedacht! Schön, dass du so eine ganz andere Art von Falten beackert hast. Würde es gern mal aus der Ferne sehen im Ganzen.
    Deine Perspektiven sind zwar spannend, aber man die gesamte Gestaltung so schwerer erfassen.
    Viele Grüße, Karen

  12. Liebe Susanne,

    Dein Faltenergebnis ist für mich ein absoluter Augenschmaus. Das Ensemble kommt so künstlerisch daher, dass ich es mir sofort an die Wand hängen würde. Das Schöne daran ist vor allem, dass das Auge nicht sofort alles erfassen kann und es somit auch nach längerem Betrachten immer noch sehr interessant bleibt.

    Ein wirklich gelungenes Werk.

    LG Mareike

  13. Auch ich würde Dein Kunstwerk gerne in einem Zusammenhang aufgenommen sehen, bei dem man die Proportionen und Verteilung von 3D-Objekten sowie Farbflächen besser sieht -> An der Wand mit etwas Umfeld, vorzugsweise den Bestimmungsort.
    Deine Herangehensweise und das Ergebnis finde ich spannend, ich mag es. Das Ganze braucht nun einen angemessenen Rahmen (Platz).
    LG Ute

  14. Liebe Susanne, Deine Falt-Objekte sagten sofort zu mir: Topfengolatschen. 🙂 Mir läuft das Wasser im Mund zusammen (Auweia, wir Österreicherinnen denken in dieselbe Richtung, verfuchstundzugenäht kommentierte dasselbe…) Und ja: Das ist eindeutig Kunst. Du musst sie aber bitte nicht unbedingt Topfengolatschen nennen… lg, Gabi

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