Buchbinden im japanischen Stil: Buchtipp

Buchrezension* / Eine dritte und letzte Buchempfehlungsrunde gibt es bei mir heute – passend zur derzeit stattfindenden Frankfurter Buchmesse. Das Buch Buchbinden im japanischen Stil ist Anfang September im Haupt-Verlag erschienen. Geschrieben hat es die wunderbare Petra Paffenholz, die absolut grandios nicht nur von ihren Japan-Reisen berichtet, sondern meisterlich in die Form des japanischen Buchbindens einführt.


Ihr seht schon: Ich bin sehr begeistert. Petra schafft den Spagat zwischen Anspruch und Ansporn, denn zumindest ich verbinde mit japanischer Kunst absolute Akkuratesse, Exaktheit und Detailverliebtheit. Dem widerspricht Petra auch in keinster Weise, und doch habe ich beim Lesen nicht den Eindruck, ich müsste ein Meister sein, um ein Buch binden zu können. Sie schlägt die Brücke zum Machbaren, und das gefällt mir sehr gut.

So werde ich als Leser eingeführt in das Was und Wie der Materialien, Werkzeuge und Bestandteile eines Buches. Ich bekomme Schritt-für-Schritt-Anleitungen mit abgedruckten Schablonen auf den entsprechenden Seiten, die ich mir nur noch kopieren muss oder – sogar noch einfacher – auf den Seiten des Verlags herunterladen kann. Genial!

Petra führt in den Kapitel durch die Jahreszeiten und zeigt abgesehen von Buchbindearten auch Japan-typische Techniken wie Boro, Sashiko, Shibori und Suminagashi. Ich bin totaler Fan dieser Kombination in einem Buch, denn sie wird mir erlauben, nicht nur wegen einer Bindeart in Petras Werk zu schauen, sondern auch, wenn ich darüber hinaus etwas zu Japan wissen mag.

Super auch das große Kapitel der Japan-Tipps, mit dem ich als Reisende perfekt von Stadt zu Stadt und Empfehlung zu Empfehlung ziehen könnte, um einzutauchen in die Welt der Papiere, Tinten, Stempel und mehr.

Kurzum: Mir gefällt das Buch, und es wird gerade in Bezug auf Japanbindungen garantiert ein Klassiker auf dem Buchmarkt werden. Mega!

*Das Buch Buchbinden im japanischen Stil von Petra Paffenholz wurde mir vom Haupt-Verlag freundlicherweise kostenlos zur Verfügung gestellt – vielen Dank dafür. Hinweis 1: Alle in diesem Blogbeitrag abgebildeten Fotos stammen aus dem Buch. Hinweis 2: Meine Meinung dazu ist, was der Name verspricht: meine Meinung.


Verlinkung: Andreas Monatsmotto im Oktober

frau nahtlust

6 Kommentare

  1. hier liegt das buch auch und ich finde es fantastisch, auch wenn ich bisher nur dazu gekommen, mir ausgiebig die wunderschönen bilder anzuschauen. mit den bindungen werde ich mich demnächst auch noch genauer beschäftigen.
    liebe grüße
    mano

  2. Fein, dass dir Petra Buch auch so gut gefällt, es ist wirklich ein unglaublicher Wissensschatz über Japan darin enthalten. Bin auf deine japanischen Bücher gespannt.
    Liebe Grüße
    Michaela

  3. Das hört sich so schön und spannend an. Ich komme einfach leider nicht dazu. Ständig muss ich gerade wieder an die Nähmaschine eilen. Dafür freue ich mich schon darauf zu sehen, wie Du diese tollen Inspirationen verarbeitest.
    Liebe Grüße
    Andrea

  4. Liebe Susanne, ganz herzlichen Dank für deine begeisterte Rezension. Es macht mich sehr froh die Meinung einer so talentierten Nadelbriefchen Gestalterin zu lesen.
    Liebe Grüße Petra

  5. Der einzige Nachteil, den dieses Buch hat: es ist schwer. Qualität hat halt ihr Gewicht 😉
    Meinem Buchregal bekommt das auf Dauer nicht gut, aber da muss es mit leben! Das Buch gebe ich nie mehr ab!!

    Liebe Grüße
    ela

  6. Ich liebe unterschiedliche Kulturen und ihre verschiedenen Herangehensweisen an Sachen. Ich muss meine Masterarbeit bald binden lassen, weswegen ich hier gelandet bin. Sehr interessant, wie unterschiedlich dies andere Kulturen gelöst haben. Aber auch ich verbinde, mit japanischer Kunst absolute Akkuratesse, Exaktheit und Detailverliebtheit wie du sagst, weswegen ich mir vorher sowas nicht getraut hätte.

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