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Alabama Chanin (44/52)

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So viel hatte ich bereits gesehen und gelesen über Alabama Chanin, dass dieser Themenvorschlag einfach beim großen nahtlust Nadelbrief-Jahr 2019 (what else…?) dabei sein musste!

Hinter Alabama Chanin verbirgt sich das Unternehmen von Natalie Chanin, die vor allem im Bekleidungsbereich eine Ikone ist. Nachhaltige Stoffproduktion, einen hohen Qualitätsanspruch und Liebe zum Detail kann man wohl als bezeichnend für sie aufführen. Sehr bekannt sind die floralen Muster, die sich in Blatt- und Blütenform mehrlagig über Rock, Jacke, Kleid und Shirt erstrecken.

Und gerade dieses Layering ist das, was mich an Natalie Chanins Technik so begeistert. Was bei Kleidung vor allem mit Jersey funktioniert, funktioniert beim Nadelbrief mit klassischer Webware, und so habe ich mit einer floralen Schablone (nicht Original-Chanin) ein Muster in Neonorange auf den Stoff aufgedruckt. Im Anschluss habe ich Teile des Musters herausgeschnitten. Durch diese „Löcher“ kommt der darunterliegende Stoff gut hervor.

Um das aufgedruckte Muster wird mit Hand gestickt, so dass sich also drei sichtbare Schichtungen ergeben: Hauptstoff, darunter liegender Stoff und Stick.

Ich finde, das sieht wirklich bezaubernd aus und wirkt auch in knallig (während der Chanin-Stil ja eher im gedämpfteren Farbtonbereich zu finden ist).

Innen gibt es sogar noch eine weitere Schicht in Form kleiner Filzergänzungen im Muster. So könnte man in der Theorie sogar noch ein paar Stecknadeln unterbekommen.

Ich muss sagen, es hat wirklich Spaß gemacht, die Schichtungen zu erzeugen und mit der Chanin-Art zu spielen. Fein!

Verlinkung: Das große nahtlust Nadelbrief-Jahr / Freutag

11 comments

  1. Das ist eine sehr schöne Chanin Interpretation! Ich hab mich in diese Technik ja auch verliebt und schon einige Kleidungsstücke angefertigt. Mein momentanes Werk liegt etwas auf Eis, weil ich gerade eine Ausstellung vorbereiten darf….. Für deine Ausstellung wünsche ich dir übrigens auch viel Erfolg!

    LG

    Sylvia

  2. Wow! Das sieht unglaublich gut aus. Außerdem gab ich gleich wieder etwas gelernt. Toll. Ich hatte davon nämlich noch nichts gehört . Wunderbar dieser doppelte Genuss. Viele liebe Grüße maika

  3. Liebe Susanne,
    wow, ist das wieder ein wunderschöner Nadelbrief geworden! Ich bin an meinem auch gerade dran und total fasziniert von der Technik! Ohne dich wäre ich da im Leben nicht drauf gestoßen – jetzt überlege ich gerade, was ich noch Schönes für mich nähen könnte…
    Dein Nadelbrief ist auch farblich echt wunderschön geworden! WOW!
    GLG
    CHristiane

  4. Durch die aufgedruckte Farbe wird die Webware ja so steif, dass sich da ganz exakte Konturen ergeben- bei Jersey rollt sich das schnell etwas auf.
    So ist das schön grafisch, ich mag das gerade in Kombination mit den knalligen Farben sehr.

  5. Ein schönes Beispiel für den Einsatz von Reversetechnik. Die Kombination von Neon-Orange ist der Knaller. Das bereichert Deine Ansammlung von Nadelbriefen, die ich vielleicht nächstes Jahr mal im Original sehen könnte.
    Ein Alabama-Muster hatte ich mal auf eine Jeanshose gestichelt und geschnitten. Ist schon öfters gewaschen, es entstanden kaum Ausfransungen obwohl mich das nicht stören würde.
    Deine Nadelbriefe und Themen inspirieren mich, habe mir mal wieder vorgenommen mitzunadeln und zu zeigen. Wir werden sehen.
    LG Ute

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