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Drucken mit der Sonne – und mit coolen neuen Farben

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*Sehr liebe Werbung / Wie ich bereits Mittwoch angekündigt hatte, habe ich vergangenes Wochenende ordentlich mit der Sonne gedruckt und dabei neue Farben für Sabine und den Jeromin-Shop getestet. Alle hier gezeigten Fotos stammen von dieser Testreihe.

Mit der Sonne drucken? Jawoll. Viele von euch kennen den Sonnendruck oder auch den Blaudruck bzw. Cyanotypie.

Sonnendruck lässt sich beispielsweise mit Seidenmalfarbe für Stoff oder Papier bewerkstelligen. Die Sonnendrucke haben ihren eigenen Reiz und lassen sich mit allen möglichen Farben bewerkstelligen. Just diese Woche hat Michaela dazu mehr auf ihrem Blog geschrieben.

Beim Blaudruck oder Cyanotypie handelt es ich um ein fotografisches Kopierverfahren, bei dem ich sehr exakt Linien, Muster oder Gesichter auf Stoff und Papier übertragen kann. Allerdings sind die Ergebnisse halt immer….blau. Zudem muss ich die Farbe vorher aus mehreren Bausteinen zusammenmischen. Wie das funktioniert, zeigt beispielsweise Kristina sehr anschaulich. Mit ihr hatten wir im Interview ja auch dazu gesprochen.

Wie kann ich jetzt allerdings die Vorteile des Sonnendrucks (sprich: mehrere Farben statt nur Blau) mit den Vorteilen des Blaudrucks (sprich: fotografisches Kopierverfahren) kombinieren? Das hat sich wohl auch die Firma Jacquard gedacht und SolarFast entwickelt. Diese Farben sind fix und fertig angerührt, kommen in zahlreichen Farbvarianten daher, können für Stoff wie für Papier verwendet werden und ergeben ein ähnliche Exaktheit im Druckergebnis wie beim Blaudruck! Na bitte! Clever geht also auch (lach)!

Für Sabine habe ich die Farben Orange, Pink und Blau getestet und bin tatsächlich begeistert. Ich kann die Farben einzeln verwenden oder ich kann sie auf Stoff oder Papier direkt mischen bzw. miteinander kombinieren.

Die Vorgehensweise ist ähnlich wie beim Blaudruck: In einem abgedunkelten Raum gebe ich die Farbe direkt aus der Flasche auf Stoff oder Papier. Man kann sie mit einem Schwamm auftupfen; ich hatte die besten Erfahrungen mit einem Art Spachtel gemacht, der die Farbe auf dem zuvor gespannten (vorgewaschenen) Stoff recht gut verteilt hat.

Dann lege ich meine Objekte auf. Ich habe bedruckte und beschriebene Folien genutzt, aber ihr könnt diverse Pflanzen auflegen, Knöpfe, Wollfäden etc. Wichtig ist nur, dass alles möglichst flach aufliegt oder idealerweise mit einer Glasscheibe oder durchsichtigem Plexiglas fixiert wird. Dann geht es ab in die Sonne. Wer keine Abdeckung wählt, sollte trotzdem sicherstellen, dass kein Wind geht und den Stoff umknickt oder die Gegenstände wegpustet.

Bei starker Sonneneinstrahlung reichen 15 Minuten. Toll ist – im Gegensatz zum Blaudruck – dass ich zuschauen kann, wie sich die Farbe vom ursprünglichen gräulichen Ton durch die Sonne in herrlichstes Orange, Pinkt oder Blau verwandelt. Mega! Da macht sogar das Warten Spaß!

Dann mit Wasser ausspülen. Der Hersteller sieht vor, dass der Stoff im Anschluss so heiß wie möglich zusammen mit einem Spezialwaschmittel gewaschen wird. Ich habe 90 Grad verwendet und das Spezialwaschmittel in die normale Schütte meiner Maschine getan. Hat wunderbar funktioniert. Jetzt ist alles fixiert.

Ich finde die Ergebnisse total überzeugend und freue mich, dass so ein herrlicher Sonnendruck nun mit verschiedenen Farben und mit der Blaudruck-Exaktheit möglich ist. Genial!

Die Farben bekommt ihr bei Sabine im Shop – genauso wie das Spezialwaschmittel zum Auswaschen. Nix wie hin!

Und wer noch Fragen hat: Meldet euch gerne. Sabine schickt übrigens mit allen Bestellungen eine tolle zusätzliche Anleitung raus.

Danke, Sabine, dass ich die Farben für dich testen durfte!

*Werbung: Zum Testen habe ich von Sabine und Team die Produkte kostenlost zur Verfügung gestellt bekommen. Ich bekomme allerdings weder eine Vergütung für die Erstellung des hier gezeigten Projektes noch für die Veröffentlichung dieses Blogbeitrags. Ich kennzeichne diesen Blogbeitrag jedoch als Werbung, da er die Namensnennung sowie die Verlinkung der Webseiten von Anbietern und/oder Mit-Bloggerinnen und/oder die Bezeichnung von verwendeten Produkten beinhaltet.

7 comments

  1. Oh, darauf fahre ich natürlich auch sofort ab!
    Wie toll, dass die Farben auch mischbar sind, das wirkt dann besonders gut, wie man bei dir sehen kann! Aber ich werde mich beherrschen (erstmal….) und bleibe beim klassischen Cyanotypie-Blau, denn ich habe noch einige Chemievorräte!
    Liebe Grüße – Ulrike

    1. Liebe Andrea – das werde ich noch mit Papier testen, aber laut Anleitung schlagen sie schweres Künstlerpapier vor und ich denke dabei an ähnliches Papier, wie es auch für Tiefdruck verwendet wird, das dann gut eingeweicht werden kann, denn nach der Belichtung muss das ca. 15-20 Minuten (zusammen mit der Waschmittellösung) eingeweicht werden und dabei gelegentlich das Wasser gewechselt werden. Ich teste das mal! LG. Susanne

  2. das sieht wirklich ganz toll aus, besonders das orange finde ich sehr spritzig!! mir gefällt, wie exakt sich schrift und feinste details abdrucken. allerdings seh ich auch schwierigkeiten die farbe auf papier anzuwenden, denn das kann man wohl kaum ganz heiß auskochen/-waschen. aber das lässt sich sicher durch sabine klären. und die chemie der farben würde mich auch noch interessieren, wie giftig sind sie, wenn sie ins abwasser gelangen?
    liebe grüße
    mano

    1. Hi Mano, gerade habe ich das auch Andrea geantwortet: “Laut Anleitung schlagen sie schweres Künstlerpapier vor und ich denke dabei an ähnliches Papier, wie es auch für Tiefdruck verwendet wird, das dann gut eingeweicht werden kann, denn nach der Belichtung muss das ca. 15-20 Minuten (zusammen mit der Waschmittellösung) eingeweicht werden und dabei gelegentlich das Wasser gewechselt werden.” Zu den Chemikalien in der Farbe kann ich noch nicht viel sagen, aber ich frage bei Sabine nach. LG. Susanne

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