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5. September 2016

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5. September 2016

Papierliebe am Montag: „mitohne“ Papier

5. September 2016

Heimat! Was für ein schönes, kontroverses, konnotativ stark besetztes, kitschiges, wunderbares Thema für einen Papierliebe am Montag-Monat! Ich bin sehr gespannt, was euch zu Heimat einfallen wird und freue mich jetzt schon auf die Vielfalt, die wir haben werden.

Bei mir gibt es heute ein Werkelergebnis „mitohne“ Papier – und viel Stoff. Und mit viel Heimat.

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Als ich mich auf die Inspirationssuche nach Heimat gemacht habe, bin ich auf diese wunderbare Definition von heimat im Englischen gestoßen (s. o.) und finde, treffender kann man Heimat kaum beschreiben. Was für ein Schatz, auf den ich da gestoßen bin! Doch was tun mit so einem grandiosen Fund? Klar – zu Papier bringen! Also habe ich die Definition abgeschrieben und sie sowohl „richtig herum“ als auch gespiegelt auf Word gebracht und ausgedruckt.

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Die richtige Variante habe ich dann erstmal außer Acht gelassen und mich mit dem gespiegelten beschäftigt. Und zwar habe ich Acryl Medium auf die Druckerschwärze aufgebracht, dann das getränkte Papier auf ein Stück Stoff gelegt und mehrmals mit Druck darübergerollt. Über Nacht den Stoff mit dem Papier trocknen lassen und am nächsten Tag in Wasser eingeweicht. Wenn man sanft das Papier wegrubbelt, bleibt die Schrift auf Stoff zurück. Und zwar wieder richtig herum lesbar. Magisch! (Zu einer Schritt-für-Schritt-Anleitung in Wort und Bild hat es leider zeitlich nicht gereicht…vielleicht hole ich das noch nach.)

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Die Schrift auf weißem Stoff wirkt natürlich genial, weil man vom weißen Papierhintergrund gar nichts mehr sieht. Auf naturfarbenem Stoff ist es mir nicht gelungen, das Weiß vom Papier ganz mit wegzurubbeln – zumindest nicht ohne Wortverluste, wie ihr oben sehen könnt. Aber auch das verblasste Weiß des übriggebliebenen Papiers hat seinen Charme auf diesem Naturstoff, finde ich.

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Aus dem weißen und dem naturfarbenen Stoff sind zwei Täschchen für mich entstanden. Heimattäschchen. Für ich-weiß-noch-nicht-was.

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Dann wollte ich den Spruch natürlich auch mit dem Cutter schneiden lassen. Gesagt getan. Mit Acrylfarbe habe ich ihn zu Papier gebracht, allerdings ist die Schrift wirklich sehr fein geschnitten, so dass der erste Versuch auf Papier nicht so geglückt ist. Leider hatte ich für mehrere Versuche auch keine Zeit mehr, aber das wird noch kommen.

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Und bis dahin erfreue ich mich einfach wahnsinnig an dem geglückten Schrift-Transfer von Papier auf Stoff und meiner Papierliebe „mitohne“ Papier. Am Anfang war es da, dann war es weg und zurück bleibt: Heimatliebe (gut, etwas übertrieben, aber das ist Heimat ja irgendwie auch immer, lach!).

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Welche Heimatfreuden ihr gefunden und erwerkelt habt, sehen wir in diesem Septembermonat! Das Linktool ist bis 1. Oktober geöffnet.

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18 comments

  1. Heimat – ein ganz wunderbares Thema, liebe Susanne.Es zieht mich magisch an ;)) Ich bin gespannt wie die ersten Beiträge ausschauen. Deine kleine Tasche ist bezaubernd mit dem heimatlchen Fleckchen! Ganz liebe Grüße und einen guten Start in die frische Woche, Nicole

  2. Stimmt, die englische Formulierung ist sehr schön, genau wie dein Täschchen.
    Dass das mit dem Übertragen auf Stoff so gut klappt hätte ich nicht gedacht. Mein einziger Versuch bisher auf Holz ist sehr kläglich gescheitert.
    Deinen Versuch mit der Schablone finde ich auch gar nicht übel. Gerade die „Batzen“ sehen doch ganz interessant aus.
    Liebe Grüße
    Jennifer

  3. heimat * das wort mit der englische übersetzung gefällt mir sehr ! habe eben die übersetzung ins französische in mein dictionnaire hachette/langenscheidt gelesen damit bei mir dieses wort positiven einklang bekommt * aber es nicht einfach * ich strosse dabei immer in dem sinn, heimatvertriebene, apatride …leider 🙁
    deine taschen sind wunderschön und die anleitung dazu sehr interessant !
    liebe grüsse

  4. Sehr schöne Täschchen, sehr interessante Technik, seht tolle Definition. Ich verlinke meine Druckversuche, weil ich mit dem Papiermuseum mittlerweile auch sehr heimatliche Gefühle verbinde, nach fast 20 Jahren hier am Ort.
    Schönen Montag
    Michaela

  5. Die englische Definition ist ja wirklich geglückt, deine Stoff“prints“ auch, ich mag ja auch die etwas „verwackelten“, aus denen ja noch aufscheint, um was es geht. Mir geht es wie merlecolibri, der Begriff Heimat stößt mich auch immer auf Heimatlose, Entwurzelte, die genau das nicht erleben: belongingness, acceptance… In diesem Sinne wäre mir der Spruch auch immer wieder „Stachel im Fleisch“, und das ist gut so… Liebste Grüße Ghislana

  6. mit der englischen version kann ich mich gut einverstanden erklären und jede heimattümelei vermeiden! deine täschchenversion ist wunderbar geworden und ich mag gerade das verwaschene auf dem naturfarbenen stoff. ich sollte mich auch endlich mal an transfer herantrauen!
    ich habe dir heute ein stillleben mit einigem papier mitgebracht.
    liebe grüße, mano

  7. Ahhhh! Wie schön die Definition! Ich mag auch WIE du sie präsentierst, So zart, zurückgenommen, total unaufdringlich. Ich hab so viele Ideen dazu. Mal sehen was sich im Schulanfangs-Wahnsinn davon umsetzten lässt. Aber manche Anregungen sind auch fein wenn sie im Kopf stattfinden. Danke dafür!

  8. Eine schöne Defintion, die die emotionale Bindung sehr schön in den Vordergrund stellt und weniger die vermeintlich wichtigen Attribute (auf die sich doch nicht alle einigen können). Transfer mit Acryl Medium auf Stoff habe ich noch nicht ausprobiert. Das sollte ich auf die Liste setzen. LG, Ulrike

  9. Das sieht mit der Schrift super aus. Und da man ein solches Täschchen auch mal mit auf Reisen nimmt, passt das mit der Heimat ganz gut. Ein Stück Zuhause mitnehmen 🙂

  10. Total schön!
    Ich habe mir gerade Snap-Pap ins Haus bringen lassen und wollte es auch mit diversen Definitionen bedrucken und vernähen.
    Da bin ich gespannt auf eine Schritt-für Schritt-Anleitung! Vielleicht fällt mir ja auch ein passendes Projekt ein! Tolle Aktion!

  11. Einfach genial und ganz umwerfend bezaubernd. Die Technik mit dem Abrubbeln und das teile dabei abfallen finde ich super. Im ersten Moment habe ich gedacht, du hättest als Untergrund Snap Pap benutzt. Ich muss unbedingt mal ausprobieren, ob man darauf direkt drucken kann (Stempeln klappt prima, dann müsste das Bedrucken doch auch funktionieren). Und die Erfahrung mit einer zu „dünnen“ Schrift habe ich auch schon sehr häufig mit meinem Cutter gemacht. Wie wäre es, wenn du dir die Aufbügelfolie für den Cutter besorgst, dann kannst du tatsächlich ganz zart ausdrucken und die Schrift aufbügeln. LG Karin

  12. Hallo Sausanne,
    ich bin heute das 1. Mal mit von der Partie und hoffe, dass mein Beitrag auch passend ist.
    Als „Lehrling “ bin ich immer wieder auf´s Neue begeistert, was man alles aus Papier zaubern kann.
    deine vielen Verlinkungen zeigen es ganz wunderbar.
    Ich hoffe, dass ich nun jeden Monat einen Beitrag für die habe.
    Danke für´s verlinken und noch einen schönen Wwochenstart wünsche ich dir

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