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#12giftswithlove: Washi-Tape

21. November 2017

Zum vorletzten Mal dieses Jahr ruft Ioana auf zu #12giftswithlove und stellt Washi-Tapes in den Mittelpunkt des Geschehens. Ich liebe diese Klebebänder und finde sie entzückend auf Briefumschlägen, als Deko, für DIY-Projekte etc… Da ich aber derzeit etwas (sehr) im Nadelbrief-Fieber bin (und dieses Fieber ist mit der letzten #12giftswithlove-Runde so richtig ausgebrochen), mussten es erneut Nadelbriefe werden. Dieses Mal bin ich allerdings den Schritt in Richtung mixed media gegangen – denn irgendwie musste ich ja Washi-Tapes unterbringen.

Kurzerhand habe ich also zwei ausgewählte Washi-Tapes mit Heat N Bond fixiert und damit „verstofflicht“. So konnte ich sie perfekt auf je ein Stück Stoff nähen. Zudem hatte ich noch Pilzzeichnungen vorrätig, die ich vor Wochen bereits aus einem Buch kopiert, mit Heat N Bond fixiert und dann freigerubbelt hatte. Die sollten als weitere Zier auf die Nadelbriefe. Und als drittes Element kam hinzu, dass ich gerade begeistert am Nähmalen bzw. Freihandsticken mit der Nähmaschine bin und hier einiges ausprobiere. Ihr seht: So fügte sich das eine zum anderen und tadaa… zwei neue Nadelbriefe sind entstanden.

Übrigens habe ich mir ernsthaft überlegt, ob ich mit einem Koffer voller Nadelbriefe demnächst auf einen Koffermarkt oder anderen DIY-Markt gehen und meine Herzensstücke verkaufen soll. Ich könnte sie zusammen mit dem ein oder anderen Lesezeichen (auch diese bilden sich als Fieber bei mir ab) verkaufen. Was denkt ihr? Würde das angenommen werden und: Wieviel könnte ich dafür verlangen?

Ich sehe bereits, wie sich die Nadelbriefe vor meinem inneren Auge stapeln: mit schönem Stoff in Pur, mit Ziernähten, mit Papier, mit Handstickerei, mit Nähmalen, mit eigenen Stoffen, mit Stempeldruck, mit Fotos, mit …. ach! Unendliche Möglichkeiten. Irgendwie habe ich gerade ein „Das ist genau meins“-Gefühl. Kennt ihr das? Jedenfalls würde mich ernsthaft eure Meinung zu Märkten und Preis interessieren und ob das angenommen werden würde.

Und wer jetzt das dringende Gefühl hat, er müsste zu Weihnachten so ein Nadelbriefchen à la nahtlust sich selbst oder jemandem schenken wollen: bitte melden. Ich nehme Individualisierungswünsche entgegen! Vielleicht seid ihr gerade Zeuge geworden, wie soeben eine ganz andere Karriere von frau nahtlust gestartet ist (lach und freu und lach).

Verlinkung: Creadienstag HoT #12giftswithlove im November

 

 

20 comments

  1. Vor allem das erste Nadelbüchlein gefällt mir sehr.
    Ich besitze eines, von meiner Tochter vor Jahrzehnten gemacht, finde es bei meiner Näherei allerdings unpraktisch und bevorzuge Nadelkissen. Schade eigentlich.
    Was ist denn „Heat Bond“?
    LG
    Astrid

    1. Heat N Bond ist eine Folie, die man auf Stoff bügeln kann, um diesen abwaschbar zu machen, oder eben auf Papier, um selbiges zu „verstofflichen“. Wenn du bei mir im Suchfeld Heat N Bond eingibst, findest du einige Projekte, die ich damit bereits gemacht habe. Nadelkissen finde ich für Stecknadeln auch besser, aber für Nähnadeln ist mir das dann zu durcheinander. Die habe ich lieber aufgeräumt 🙂 LG. Susanne

  2. Ach zauberschön!
    Vielen Dank auch für die Inspiration. Ich hab ja eine sehr große washi tape Liebe, aber verstofflichen habe ich noch nie versucht… na mal sehen…
    Hab einen schönen Tag,
    Liebe grüsse, Lisa.

  3. Eine Nadelbriefkarriere würde ich dir von Herzen gönnen, denn wohl niemand gestaltet sie so wunderbar wie du!! Lass es doch einfach auf einen Versuch ankommen! Allerdings hab ich keine Ahnung, was du dafür verlangen könntest… bei Handarbeiten kommt man ja nie auf den tatsächlichen Wert.
    Liebe Grüße Ulrike, auch großer Washi-Tape-Fan

  4. Liebe Susanne,
    ich trau mich ja gar nicht es zu sagen, aber ich besitze selbst kein Nadelbriefchen. Irgendwie hebe ich meine Nadeln nicht geordnet auf. Und finde dann natürlich nie die richtige…. Man könnte es ja auch für Nähmaschinennadeln nutzen, so mit einem Plot drauf, ob Jersey, normal,… und evtl. sogar die Stärke der Nadel. Denn meine gebrauchten Nähmaschinennadeln stecke ich immer in die Packung zurück und so landet dann ab und zu eine sehr gebrauchte Nadel wieder in der Maschine. Ob es allerdings auf einem Markt angenommen wird? Keine Ahnung. Wir starten hier einen Adventsbazar, ich bin schon gespannt, was sich alles verkauft und was sich als Ladenhüter erweist (ich könnte ja mal ein Nadelbriefchen nähen und probieren, ob sich das verkauft…)
    An deinen heutigen Briefchen gefallen mir die Pilze total! Und mit der Nähmalerei sieht das ganz fein aus. So ganz meins.
    Ganz liebe Grüße
    Ines

  5. Deine liebevoll genähten Nadelbriefchen und auch Lesezeichen finden sicherlich gern Abnehmer, die Frage ist nur wo und wann, ob so ein Markt da richtig ist wage ich nicht zu beurteilen, aber ich fürchte für dich das es sich nicht lohnt … Lesezeichen braucht man immer, aber direkt an der Kasse in einem kleinen liebevollen Buchladen gehen sie sicher besser. Genau wie die Nadelbriefchen schon gefüllt mit ein paar hübschen Nadeln und so in einem Kurzwarenladen oder Handarbeitsgeschäft sicher auch. Aber probier es doch auch mal auf einem Markt aus, vielleicht kannst du dich ja mit einer Buchbinderin oder einem Nähwerker vernetzen? Ich mag diese Briefchen sehr und das mit dem Sticken und den Zierstichen hat mich sehr angesteckt, habe ich doch eine Nähmaschine an der ich täglich noch was entdecken könnte …
    Liebe Grüße Ingrid, die deine beiden Werke in Kombi mit dem Tape sehr hübsch findet

  6. Das hellbeige ist unglaublich-wunderschön!!!! So richtig zum anschmachten : )
    Nadelbriefchen haben ihre Daseinsberechtigung! Meines ist bestimmt fast 40 Jahre alt und geht immer mit mir auf Wanderschaft. Außer den Nadeln sind noch eine kleine Handarbeitsschere, ein Fingerhut und Faden darin.
    Ich fürchte, dass du nie im Leben das Geld dafür bekommst, das sie wert sind und das du auch nehmen musst! Haben wollen täten es viele.
    Liebe Grüße
    Moni

  7. Liebe Susanne, leider komme ich erst jetzt zum Schreiben! Mir gefallen deine Nadelbriefche sehr gut und ich hatte die gleiche Idee wie Ingrid: Lesezeichen im einem Buchladen und Nadelbriefchen in einem Stoffladen verkaufen. Wobei Weihnachtsmärkte sicherlich auch nicht schlecht wären. Du machst so viele schöne Sachen. Eigentlich könntest du alle verkaufen…
    Liebe Grüße Andrea

  8. Danke euch allen für eure lieben Kommentare und die schöne Rückmeldung. Ich werde mal schauen, wie ich das mit den Nadelbriefen angehe. Sehe hier meine Leidenschaft versus Kaufbereitschaft und vor allem Zahlbereitschaft und bin mir nicht sicher, ob das erstere dann durch letzteres enttäuscht werden würde. Aber vielleicht ist es auch einfach mal ein Versuch wert. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt oder so. Herzlichen Dank jedenfalls allen für eure Gedanken dazu.
    LG. Susanne

  9. Das mit dem Verkaufen ist immer so ne Sache – man müsste so absolut astronomische Preise nehmen, wenn man Arbeitszeit (wobei man halt auch Kommunikation, Verpacken, Buchhaltung etc. nicht vergessen darf), Material und ggf. auch Krankenkasse, Steuer und Mehrwertsteuer wirklich vernünftig einrechnen würde. Ich hab mal ausgerechnet, dass ich für eine winzige kleine Filzmaus eigentlich mindestens 30 Euro nehmen müsste, wenn ich auch nur ansatzweise auf etwas kommen wollte, was man ohne allzu großes Mitleid „Stundenlohn“ nennen könnte. 😉 Und das, wenn ich selbst verkaufe, und nicht irgendeine Plattform oder gar einen laden dazwischenschalte, wo dann noch zusätzlich Provision fällig wird. Allerdings ist es wunderschön, Selbstgemachtes zu verkaufen, wenn sich dann Leute darüber wirklich richtig doll freuen und es zu schätzen wissen. Ich bin da immer in so einem ganz elementaren Konflikt – nehme ich zu wenig, dann ruiniere ich im Grunde die Preise für Leute, die von Handgemachtem zu leben versuchen. Nehme ich viel, können es sich viele nicht mehr leisten, die sich auch daran freuen würden und denen ich furchtbar gern etwas verkaufen möchte, das sie gern haben möchten und zu schätzen wissen. Echt schwierig.

    Deine Sachen sind so, so schön, ich kann mir gut vorstellen, dass Du da rasch Käufer finden würdest, wenn Verkaufsumfeld und Präsentation stimmen. Ist halt die Frage, wie Du es angehen wolltest – wenn man nur wenig verkauft, befruchtet sich das Geschäft sozusagen nicht selbst und bleibt unbekannter, aber verkauft man zu viel, wird aus dem leidenschaftlichen Hobby gern mal Arbeit. Vielleicht könntest Du ja mal testweise einfach direkt über den Blog das eine oder andere Unikat anbieten?

    Die freihand“gemalten“ Pilze finde ich wahnsinnig schön.

    Liebe Grüße
    Maike

  10. Zum Preis würde ich übrigens spontan sagen: 15 mindestens. Eher 20, aber so vom Bauchgefühl her würde ich sagen, dass Du für 15 deutlich mehr verkaufen würdest, beziehungsweise bei 15 Leute noch überlegen würden, die bei 20 „HUCH!“ schreien und empört wegrennen, das ist meiner Erfahrung nach eine andere Schwelle. (Hängt aber auch sehr vom Umfeld ab – Flohmarkt geht eher gar nicht, außer am Prenzlauer Berg oder so, Kunsthandwerkermarkt nach allem, was ich so gehört habe, sehr viel eher, da muss man dann aber auch wegen Standgebühren und so schauen, ob es sich lohnt). Da ist halt die Frage, ob ich mit der preislichen Einschätzung überhaupt richtig liege, außerdem, ob Du es nur gelegentlich machen möchtest oder als kleines zweites Standbein aufziehen möchtest (dann bräuchtest Du eine Gewerbeanmeldung – die bräuchtest Du vermutlich sogar bei kleinem Rahmen schon, das ist leider alles nicht so ganz unnervig, und hättest halt noch ein bisschen anderen Kladderadatsch an der Backe, der bedeuten würde, dass Du faktisch mit dem Preis höhergehen müsstest, wegen des erhöhten Zeitaufwandes wegen des nicht zu unterschätzenden Kladderadatsches) – grunz. Ich wünschte, es wäre weniger kompliziert.
    Ich verkaufe momentan gar nicht, aus Zeitgründen und Steuergründen und Kladderadatschgründen, fange aber 2018 damit an (hab mir geschworen, dass ich bei der fünfzigsten Anfrage wegen einer Mini-Maus wieder anfange, und die kam vorgestern). Muss aber auch schauen, in welchem Rahmen, denn ich möchte eigentlich nicht auf Bestellung arbeiten, sondern einfach das machen, was ich gern machen möchte, und es dann zum Verkauf anbieten oder auch mal verschenken oder verlosen, sonst artet das schnell in Stress aus, zumal dann, wenn man es neben dem eigentlichen Beruf tut.
    Es ist aber auch wunderschön. Die allermeisten Leute (also jedenfalls die, die es kaufen 😉 ) wissen Handgemachtes sehr zu schätzen und freuen sich riesig darüber, und das ist ein großartiges und quasi unbezahlbares Gefühl. Und wenn jemand bereit ist, für etwas, das Du gemacht hast, deutlich mehr Geld zu bezahlen als für etwas in der Funktion Vergleichbares von der Stange … oh, puh. Das ist echt richtig, richtig schön und mit wenig vergleichbar.

    1. Liebe Maike, das ist super, dass du dir so viel Zeit nimmst für deine Antworten. Hab herzlichen Dank dafür. Ich werde alles nochmals in Ruhe lesen, aber spontan ist mein GEfühl auch, anzufangen und zu schauen, wie es sich wohin entwickelt. Ich danke dir sehr, sehr für die vielen Anregungen, die du mir heute mitgegeben hast! Lieben Gruß, Susanne

  11. Die sind ganz zauberhaft und Dinge , die man wirklich nutzen kann, werden eher gut aktzeptiert Aber Preisgestaltung für eigene Produkte ist grauenvoll,
    ich kann ein Lied davon singen und quäle mich immer furchtbar. Man muß eine Balance finden, was aber in Deutshcland echt schwer ist durch die vielen
    bekloppten Billigimporte. Wenn man es aufdröselt in gängigen Lohnpreisen hier, kommst du auf utopische Zahlen. Eine Portion Idealismus gehört auch dazu, ohne es zu verschleudern! Ich war ja fasziniert, dass du masking tape locker mit eingearbeitet hast.
    Einen Versuch würde ich auf alle Fälle starten, dennn wenn man so etwas im Kopf hat….
    Kennst du tine happy aus Neuseeland? sie arbeitet immer mit alten Stoffen, ihre naiv gestickten Nadelkissen sind immer verkauft.
    Ich benutze einen Nadelheft, dass mir mein Sohn in der 4. Klasse gemacht hat.
    viele Grüße, Karen

  12. Wunderschön!!! Ich bin total begeistert. Dieser Materialmix ist einfach genial. Ob sich so etwas (gewinnbringend) verkauft kann ich nicht einschätzen. Bei uns gibt es zum Beispiel ein Geschäft, in dem man sich ein Regalfach mieten kann, vielleicht gibt es sowas bei euch auch. Da könntest du mal „testen“, wie groß das Interesse ist.
    Liebe Grüße, Sandra

  13. Liebe Susanne,

    der Materialmix ist klasse und die Nähmalerei – dazu muss ich ja gar nichts schreiben – ist ja sowieso meine Lieblingstechnik. Die Pilze sind wunderwunderschön geworden. Ich bin gespannt, wohin dein Weg dich führen wird. Das mit den Bestellungen kann wirklich schnell zu Druck und/oder Stress ausarten. Andererseits wirst du bestimmt viel Lob und Anerkennung für deine handgefertigten Produkte bekommen …. ich drücke dir die Daumen. Höre auf dein Herz, dann wird dir die Entscheidung leicht fallen. Alles Liebe wünscht Karin

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