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Norwegen (17/52)

26. April 2019
Dieser Beitrag, ja dieses Nadelbriefchen ist eine Hommage an die Künstler Norwegens. An Traditionen und das Neue, an Einfachheit und Komplexität, an Weite und Heimat. Und damit Willkommen zur kleinen Länder-Serie beim großen nahtlust Nadelbrief-Jahr 2019 (what else…?), das wir heute mit Norwegen beginnen – gefolgt von Japan und Mexiko.

Norwegen. Meine Tendenz ging bei der Recherche zum einen zur Hardanger Lochstickerei und andererseits zu diesen phänomenalen floralen Mustern auf meist schwarzem Stoff. Sehr stark, sehr folkloristisch eingesetzt und sehr schwer nachzusticken – zumindest für mich.

So brachte mich die erste Recherche zwar zur Bewunderung ob der tollen norwegischen Stickkunst und Fülle, jedoch zugleich zur Verzweiflung. Das Umdenken und die zweite Recherche brachten mich zu norwegischen Künstlern und bähm! Da hatte es mich gepackt.

Ich freue mich, dass mein Nadelbriefchen heute eine Hommage an Lene Kilde und ihre außergewöhnlichen und außergewöhnlich schönen Arbeiten ist sowie an ein paar Worte aus einem Text von Jon Fosse, einem norwegischen Autor. (Bei beiden Künstlern handelt es sich mit meinen Verweisen übrigens um unbezahlte und von Herzen kommende Werbung!)

Die Arbeiten von Lene hatten mich sofort angezogen. Wow. Diese Installationen! Hammer! Und dann fand ich noch Worte von Fosse in einem Zeitungsausschnitt, die mein Gefühl für das Nadelbriefchen perfekt spiegelten. Grandios!

Zunächst habe ich auf Stoff Ausschnitte einer Hardanger Lochstickerei-Anleitung aufgebracht, dann drei Fotos von Lene Kildes Arbeiten außen wie innen transferiert, die ausgewählten Worte von Fosse hinzugefügt und noch einigen an eigenen Handsticheleien dazugesetzt. Das Ergebnis: mein (in meinen Augen) bislang schönstes Nadelbriefchen – weil es so stark in der Aussage ist. Ich bin selbst hundertprozentig verliebt!

Übrigens habe ich Lene Kilde um Erlaubnis gebeten, das Nadelbriefchen mit den transferierten Fotos ihrer Arbeiten hier und auf Instagram zeigen zu dürfen (auf IG ist Lene übrigens auch zu finden, schaut hier), und sie hat zugestimmt! Das hat mich sehr gefreut! An dieser Stelle nochmals vielen lieben Dank, Lene!

Nun freue ich mich noch ein Weilchen über mein Norwegen-Nadelbriefchen und bin gespannt, was euch zu diesem Thema eingefallen ist. Nächste Woche reisen wir dann gen Osten, nach Japan.

Verlinkung: Freutag / Das große nahtlust Nadelbrief-Jahr

15 comments

  1. WOW! Ganz fantastisch, liebe Susanne! Ich bin wieder ganz hingerissen. Lene war sicher auch begeistert, ihre Werke in so einer Form zu sehen.
    Viele liebe Grüße
    Julia

  2. Ein wahres Kunstwerk ist dein Nadelbrief mal wieder. Deine Ideen, die Umsetzung… ich bin mal wieder begeistert!
    Eigentlich wollte ich dieses Mal auch mit einem Nadelbrief dabei sein, die Ideen sind schon lange in meinem Kopf, aber bis zur Fertigstellung hat’s noch nicht gereicht. Aber ich bleib dran 😉
    Liebe Grüße Sandra

  3. Liebe Susanne,
    wahnsinn, ich bin ganz hin- und weg! Die Idee, die Worte, die Umsetzung – da hast du dich wahrlich selbst übertroffen! Und wie lustig: Hardanger war auch meine erste Idee (und ich habe sie umgesetzt…). Mein Nadelbriefchen kommt dann eher klassisch daher – ich hoffe, ich kann es morgen zeigen!
    GLG
    CHristiane

  4. Ein sehr guter Fund ist diese Lene. Mittlerweile sind deine Transfers wirklich Weltklasse und wenn Lene nicht zugestimmt hätte, wäre ihr ein Stück Erweiterung ihrer Berühmtheit entgangen. Du kannst zurecht stolz sein auf dein Werk!

    Liebe Grüße
    (und ich dachte bei der Überschrift schon, du wärst verreist)
    ela

  5. Deine unglaublichen Ideen, die sich in deinen Nadelbriefen überschlagen, versetzen mich jedes Mal ins Staunen … dieser hier ist irgendwie ganz besonders, auch wenn ich nicht so recht sagen kann warum … vorher überlege ich mir immer, was du da fabrizieren könntest (mein persönliches Ratespiel) und diesmal schoß mir als erstes „jetzt strickt sie mit irgendwas super filigranem ein Norwegermuster und darauf kommen dann entweder wilde Tiere oder ein Polarlicht in neon“ durch den Kopf und dann sah ich das und war irgendwie total berührt … weißt du ich mag Norwegen (da ist es oft kalt, das Meer sieht megaschön aus, die Menschen sind nett, das Leben ist oft einfach, die Natur ist gigantisch, da gibt es Wale und Eis und ach … hab ich das Polarlicht schon erwähnt) … grins, ich glaube ich hole meinen Norwegerpulli raus und geh ne Runde spazieren im kalten Regen (der riecht irgendwie immer nach Norwegen :-)) … ganz liebe Grüße Ingrid

  6. Wirklich toll und bewundernswert, wie du dich in die jeweiligen Themen vertiefst und so kunstvoll umsetzt! Es ist so irre, deine Entwicklung zu verfolgen und mitzuerleben, weiter so!
    (Eben habe ich versucht, zum ersten Mal einen Insta-Betrag zu verlinken, noch zu Seidenpapier. Keine Ahnung, ob es klappt….bisher habe ich ja nur immer Blogposts verlinkt, aber mit Insta ist meine Erfahrung doch noch sehr gering, und ich fummele mich so durch.)
    Liebe Grüße Ulrike, mit bereits dem nächsten Papierliebe-Thema im Hinterkopf

  7. Das ist mein herausragendes Brötchen! Ich kann verstehen, dass Du erst bei den schönen Folklore Mustern gelandet bist und die mag ich auch sehr gerne, nicht nur bei Norwegen! Die moderne Umsetzung hat mir aber dann so so gut gefallen! Genaues Hinsehen war erst nötig und gut so! Wunderbar!
    Liebe Grüße und schönes Wochenende
    Nina

  8. nun hat es doch etwas gedauert… der weg von insta hierher war zu weit, wahrscheinlich hatte die internetbahn verspätung ;))!
    also, was soll ich zu deinem norwegen nadelbrief sagen? neudeutsch:megacool, altdeutsch: exquisit! du kennst meine liebe zu norwegen und ich finde, du hast die umsetzung perfekt hinbekommen. die hardangerstickerei im hintergrund als ruhepol – und dann die wahnsinnsdetails von lene kilde mit dem schönen textausschnitt – grandios!! passend auch die wenigen stickereien, die nur einige linien nachziehen und nicht im vordergrund stehen.
    du hast recht: einer deiner besten!!
    liebe grüße
    mano

  9. Liebe Susanne,
    wow, ich bin total begeistert, von diesem schönen Nadelbrief. Toll die Bilder und Texte. So passend und harmonisch. Auch das Stickmuster mit den wenigen handgsestickten Linien. Wunderschön.
    Liebe Grüße
    Monika

  10. Wow, wie großartig! So schön geworden ich habe keine Worte….der Wahnsinn du bist eine Meisterin der Transferkunst…..wie machst du das nur!?
    Ich liebe Deinen Norwegenstyle. Für mich war dieses Thema wirklich eine Herausforderung, da ich so gar keinen Bezug zu diesem Land habe;) Habe erst mal kurz Google gefragt und sofort kann mir ein Gedankenblitz, zum Glück! Heute daher zwei Themen bei mir in Blog, muss mal aufholen. Ostern war zu viel trüben da blieb einiges auf der Strecke…
    Liebste Grüße
    Kerstin

  11. Die Arbeiten von Lene, die Du verlinkt hast, beeindrucken mich schwer. Genial, wie Häde im Raum schweben – und genial umgesetzt von Dir im Nadelbriefchen. Transfer, das wollte ich endlich mal ausprobieren beim Anatomie-Thema! Allein es fehlte bislang die Zeit. Zum Glück ist das Nadelbriefchen-Jahr noch nicht zu Ende! lg, Gabi

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