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Papierliebe am Montag: The Book of Prayer

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Im Dreiklang meiner derzeitigen Bildtransferliebe (Teil 1 mit transferierten Kopien auf ausgedruckten Fotokopien könnt ihr hier nachlesen; Teil 2 mit transferierten Kopien von Blumen und Schmetterlingen auf Stoff gibt es hier zu sehen) kann ich euch ein weiteres Projekt zeigen, bei dem ich meinen kreativen Flow genutzt und Papier, Stoff sowie Nähmalerei zu einem kleinen „Büchlein“ verarbeitet habe. Ich nenne es „The Book of Prayer“.

Es hat zwar mit Gebeten an sich nichts zu tun, aber da ich mich auf die Abbildung von Händen konzentriert habe, kam mir beim Schaffen die Idee betender Hände in den Sinn. Und so folgte der Titel dieser Idee.

Erneut habe ich Farbausdrucke von diversen Fotografien genutzt, um darauf Hände (mittels Laserjet-Fotokopien) zu transferieren. Das ging viel besser als beim ersten Mal – vermutlich, weil ich nun gut in Übung war.

Innen ist das Faltbüchlein vor allem in Blautönen gehalten. Lediglich ein Part ist farblich anders gestaltet. Diesen Abschnitt habe ich so integriert, dass man ihn auf- und wegklappen kann – je nachdem, auf welche Hände man sich beim Betrachten konzentrieren möchte.

Ich bin mir nicht sicher, ob durch die obigen Bilder deutlich wird, was ich meine. Aber das Büchlein lässt sich so aufklappen, dass man die blauen Hände in Serie nebeinanderliegen sieht oder eben, dass man alle Seiten als lange Strecke aufklappt. Zusätzlich zu den transferieren Händen habe ich eigene Schrift direkt mit Bleistift angebracht oder auf ein dünnes Stückchen Papier aufgeklebt. Für mich ergänzt sich die Schrift sehr gut mit meiner Idee der betenden Hände – auch wenn der Text nur „mark making“ und damit inhaltlich bedeutungsleer ist.

Außen sieht das Büchlein optisch völlig anders aus. Es ist in Erdtönen gehalten, und die Handbilder sind vielmehr der Gebärdensprachenerklärung entnommen als den „offenen Händen“ innen.

Vorder- und Rückseite sind aus Papier, das ich auf Stoff mittels Gel Medium aufgeklebt und teilweise benähmalt habe. Das sieht man hier im Querschnitt ganz gut:

Haptisch liegt das Büchlein dank Stoff besser in der Hand, zudem kommen die nachgenähmalten Hände besser zur Geltung (was sich auf den Fotos allerdings leider schlecht darstellen lässt).

Ich mag mein kleines „Gebetsbuch“ und finde, dass ich mehr und mehr den Weg zu meinem eigenen Stil finde. Vermutlich bin ich bei weitem noch nicht da, wo „ich“ wirklich sein kann, aber gerade in Buchform oder in kleinen Serien und mit den Kombinationen der verschiedenen Techniken, Farben und Materialien zu arbeiten ist etwas, womit ich mich sehr wohl und sehr „zuhause“ fühle.

Mein Büchlein verlinke ich bei der Papierliebe beim Thema Fotografien, da ich den Transfer und die Bearbeitung erneut auf Basis von ausgedruckten Fotografien gemacht habe (auch wenn diese selbst nicht im Vordergrund stehen, aber sie sind doch gutes und vor allem wichtiges Gestaltungselement). Nächste Woche beginnt das neue Papierliebe-Thema: „Auf Draht“ – da freue ich mich sehr darauf und bin intensiv am Vorbereiten!

Verlinkung: Papierliebe am Montag im Juli und August

 

 

 

 

9 comments

  1. Meine Oma hat da ja diesen Spruch mit den Händen und dass man nicjr draufschauen soll. Aber das kann nicht für Dein Büchlein gelten. Tol diese verschiedenen Handansichten!!! Gebärdensprache ist auch ein spannendes Thema. Meine Tochter beschäftigt sich gerade damit. Sehr spannend und so passend zu den Händen. Viele liebe Grüße maika

  2. Oh ja, du findest deinen Stil! Ich habe gerade das Meisterstück hier liegen und darf noch nix davon erzählen…. mist! Aber es ist so großartig, diese Kombinationen, diese Schichtungen, die Stiche, einfach toll. Dein Flow und dein Büchlein!
    Liebe Grüße… und das geheime Projekt werden die anderen schon noch sehen, eines Tages!
    Michaela

  3. da stimme ich dir und michaela voll zu! dein eigener stil entwickelt sich großartig und ich bin jedes mal aufs neue begeistert, wenn ich deine werke sehe. der workshop in den alpen hat dir ungemein gutgetan, das merkt man an jedem stich und jeder schichtung! dein prayer-buch ist sehr, sehr toll – ich wünschte, ich könnte es einmal in den händen halten!
    liebe grüße
    mano

  4. Dein Book of Prayer mag ich gerne – zum einen die Falttechnik der Seiten, zum anderen die Mixed-Media-Technik. Deine Gedanken zum eignen Stil kann ich gut nachvollziehen und bestätigen. Und auch was Mano schrieb: der Alpenworkshop hat viel in Bewegung gebracht. Toll! Das freut mich sehr für Dich!
    Beste Grüße,
    Sabine

  5. Spät… aber ich denke nicvt zu spät…kommt mein Kommentar zu deinem schönen Büchlein! Du hast mal wieder eine total schöne Idee gehabt! Die betenden Hände und das tolle Blau… wunderbar!!! Ich finde, du hattest schon immer deinen ganz eigenen, unverwechselbaren Stil. Jetzt ist es noch mehr auf Mixed Media Arbeiten konzentriert. Gefällt mir ausgesprochen gut!!!
    Ganz liebe Grüße
    Andrea

  6. Es mag nicht nur an diesem tollen Workshop liegen, auch all diese Freiheit, die das Sabbatjahr dir lässt, hat bestimmt dazu beigetragen, dass du dich auf beeindruckende Weise frei schwimmst in die freien Techniken, so toll. Und nächsten Monat bin ich dann wirklich mal wieder dabei und „auf Draht“, ich freue mich schon… Lieben Gruß Ghislana

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