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Das tapfere Schneiderlein (8/52)

22. Februar 2019

Diese Woche beenden wir unsere kleine Märchenreihe beim großen nahtlust Nadelbrief-Jahr 2019 (what else…?). Es sind so viele wunderbare Umsetzungen zusammengekommen, dass ich ganz entzückt bin. Und wenn ich da an Andrea und ihre 119 Märchenbücher zuhause denke, hätten wir wohl gut und gerne ein ganzes Jahr lang nur Märchen zu Nadelbriefen verarbeiten können (lach)!

Nach Die kleine Meerjungfrau, Rapunzel und Schneewittchen macht heute Das tapfere Schneiderlein seine Aufwartung.

Definitiv war und ist dieses Märchen nicht mein Favorit. Um ehrlich zu sein, spricht es mich überhaupt nicht an. Auch als Kind war das schon so. Dementsprechend hat es lange gedauert, bis ich eine Idee und in Folge die Umsetzung hatte.

Das markanteste an diesem Märchen ist für mich der Satz „Sieben auf einen Streich“. Dieser hat immerhin Einzug in unsere Sprache genommen, weshalb ich ihm Tribut zollen wollte.

Also habe ich sieben Fliegen auf die Vorderseite des Nadelbriefs genähmalt. Zusammen mit den Nähfäden führt mich dieser Anblick zu einem Gefühl der Notwendigkeit, die Stubenfliegen erledigen zu wollen…

…was das Schneiderlein auch prompt getan hat, wie man auf den Innenseiten des Nadelbriefes sieht.

Sieben rote kleine Flecken drücken mein „Ich war einmal eine Fliege“ aus (wobei Stubenfliegen nach dem Abklatschen selten so rote Flecken hinterlassen, aber das nenne ich mal künstlerische Freiheit und ist symbolisch zu sehen…).

Die Klatsche habe ich direkt mit abgebildet. Die aufgestempelte Schrift drückt aus, was der gute Schneider heute im Zuge der sozial-medialen Neusprachlichkeit zu „Sieben auf einen Streich“ sagen würde: Held. Ich. (wobei in Zeiten von Instagram und Co wohl eher ein Selfie des Schneiders mit sieben platten Fliegen zu sehen wäre…).

Nächste Woche geht es dann Ton in Ton weiter…

Verlinkung: Das Grosse nahtlust Nadelbrief-Jahr 2019 Freutag Monatsmotto im Februar - Maerchen

18 comments

  1. Oh Susanne!!! Bestimmt hörst du mich laut kichern … „Held! Ich!“ trifft es genau. Der großspurige Schneider, der dafür auch noch belohnt wird…. aber das hatten wir ja schon beim Wein… danke für den schönen Abend!!! Das machen wir mal wieder, oder!? Wein, essen und Märchen auswerten 🙂 Jetzt schmunzle ich noch über die 7 roten Flecken und die Klatsche und passe auf, dass mir heute keiner ein X für ein U vormscht oder einen Käse für nen Stein oder so… großer Spaß, deine Märchenwochen… Viele liebe Grüße maika

  2. ha ha, das selfie hätte ich zu gern gesehen!!! liebe susanne, das ist wieder ganz wunderbar gestaltet mit tollen ideen, viel humor und handwerklich eine pracht!!
    schade, dass die märchen vorbei sind – deine nadelbriefe dazu waren einfach grandios!!
    liebe grüße
    mano

  3. Was für eine „herr“liche (fraulich paßt leider nicht in diesem Sinnzusammenhang!?) Umsetzung dieses dir nicht so angenehmen Märchens. Die Fliegen sind klasse – aber über ihre „Überbleibsel“ werde ich noch etwas länger schmunzeln!
    ♡liche Grüße von
    Sabine aus WO(rms)

  4. Jetzt stelle ich mir gerade das Selfie des Schneiderleins vor…. Dein herrlicher Nadelbrief ist wieder so treffend und auch wieder ein bisschen böse… Das „tapfere Schneiderlein“ taucht übrigens gerade auf einer aktuellen (Wohlfahrts-)Briefmarke der Post auf, wie ich gestern beim Aufgeben eines Paketes entdeckt habe (Hoffentlich ist das jetzt nicht schon wieder Werbung….)
    Liebe Grüße
    Andrea

  5. Wenn ich deine Fliegen in dem Fadengewusel sehe, kann ich ihr lästiges Surren direkt hören. Auch die Fliegenklatsche find ich großartig.
    LG Elke

  6. Plattgeklopft sind sie mir am liebsten. Die Blutspuren kann man mit einem feuchten Lappen wegwischen. Ekelig … aber mal wieder hervorragend!! Alle sieben auf einen Streich!

    Liebe Grüße
    ela

  7. Liebe Susanne,
    das ist ja wieder eine tolle Umsetzung.Die Fliegen sind toll gearbeitet. Eine schöne, etwas bissige Umsetzung, die zum Schmunzeln führt.
    Super.
    Liebe Grüße
    Monika

  8. Das tapfere Schneiderlein ist auch nicht mein Lieblingsmärchen – irgendwie ist es kantig. Deine Umsetzung allerdings ist wunderbar humorvoll – die 7 Fliegen – und – klatsch – alles rot und tot! (Weil ich gerade eben den Totenkopfknopf bei Schneewittchen gesehen habe, kam mir gerade in en Sinn, dass hier ein Fliegenknopf (oder gar Fingerhut-Knopf) passen würden. haha) Dein Nadelbrief hat mich an Magnus Mehr und seine Kunstwerke aus toten Stubenfliegen denken lassen.
    Rundum gelungen!

  9. Liebe Susanne,
    „Held. Ich.“ – diese zwei Worte sagen alles! Ich mochte dieses Märchen auch noch nie… und wusste gar nicht mehr so recht, warum – jetzt habe ich es nochmal gelesen… Irgendwie ist für mich der Held kein Held (aber ich finde deine zwei Worte sagen das schon unterschwellig ;-))
    Dein NAdelbriefchen ist mal wieder sehr gelungen!
    LG
    CHristiane

  10. Ganz große Klasse liebe Susanne, deine Fliegenumrisse mit den losen Fädchen erwecken regelrecht einen morbiden Eindruck, klatsch und platt mit der Klatsche….Yes…“Held ich“ SENSATIONELL
    Liebe Grüße von Kerstin

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